Heidehonig

Den Heidehonig tragen die Bienen aus der Blüte der Heide „Calluna vulgaris“ ein. Charakteristisch ist seine sulzige, geleeartige Beschaffenheit. Die Farbe (nicht kandiert) ist rötlich-braun bis dunkelgelb. Heidehonig kann nicht ohne weiteres nur durch Zentrifugalkraft aus der Wabe geschleudert werden. Der Imker löst und lockert ihn vor dem Schleudern mit besonderen Maschinen („Stippgeräte“). Diese besondere Eigenschaft des Heidehonigs („Tixotropie“ genannt) beruht auf seinen Gehalt an bestimmten, typischen Eiweißstoffen. Im Vergleich zu anderen Honigen weist Heidehonig einen hohen Anteil an Fruchtzucker (Fructose) auf. Nach zögernder Kristallisation entsteht eine je nach Beitracht fein- bis grobkörnige Konsistens. Dies ist ein ganz natürlicher Vorgang, der den Wert und die Qualität des Honigs nur bestätigt. Sortentypisch ist ein spezifisches, mit anderen Trachten nicht zu verwechselndes, herbes Aroma.

Scheibenhonig – Besonderheit aus den Heidegebieten

Eine außergewöhnliche Spezialität wird zur Heideblüte von den Bienen produziert. Während einer guten Heidetracht (wenn viel Nektar eingetragen wird), wird von den Bienen neuer Wabenbau errichtet und mit Heidehonig gefüllt. Die verdeckelten Waben werden aus den Rähmchen ausgeschnitten und als Wabenstücke verkauft. Diese mit Heidehonig gefüllten Waben nennt man „Scheibenhonig

 

Heidehonig von Berufskollegen aus Frankreich

Trotz unserer großen Imkerei mit Standorten in verschiedenen Heide-Trachtgebieten übersteigt die Nachfrage nach Heidehonig den Ernteergebnissen in unserem Betrieb. Deshalb übernehme ich von Berufskollegen aus Frankreich ausgewählten Heidehonig. Die sortentypischen, sensorischen und mikroskopischen Merkmale gleichen dem in Deutschland geernteten Heidehonig. Das Aroma weicht dann etwas ab, wenn Edelkastanie als Vor- oder Beitracht für die Bienen erreichbar war.

 

 

Imkermeister Wolfgang Stöckmann mit einem Bienenkorb "Lüneburger Stülper"
Heidewanderung
Scheibenhonig

Heidebilder

Lüneburger Heide Naturschutzpark

Bienentransport